Das weibliche Gesicht des Widerstands: Der Kampf indigener Aktivistinnen gegen Unterdrückung und Gewalt in Guatemala

Samira Martys Titel wirft einen Blick auf ein Verhältnis, das von Unterdrückung und dem Widerstand geprägt ist.

Presentation von Promedia Verlag

Seit den 1960er-Jahren prägten Ausgrenzung, Diskriminierung, Vergewaltigung und Mord den Umgang der guatemaltekischen Regierung mit der weiblichen indigenen Bevölkerung. Der Ausbruch des Bürgerkriegs in Guatemala ab 1960 markierte den Beginn eines erbarmungslosen Konflikts, der über vier Jahrzehnte andauerte und über 200.000 Tote forderte. Die Gewalt gipfelte in den 1980er-Jahren in einem brutalen Völkermord an der indigenen Bevölkerung. Trotz eines Friedensschlusses im Jahr 1996 befindet sich das Land nach wie vor in einer Spirale der Gewalt, unter der besonderes die indigene weibliche Bevölkerung leidet. Allerdings sind gerade indigene Frauen als "Mütter der Nation" die   symbolischen Trägerinnen der guatemaltekischen Identität  Aus diesem Grund werden an ihnen die Konflikte und sozialen Kämpfe innerhalb der Gesellschaft deutlich. Sie sind einerseits ein Symbol für unterdrückerische Gewalt durch die Herrschenden, gleichwohl auch ein Ort der Möglichkeiten, des Wiederstands und der Transformation.

Publisert 9. mars 2017 09:59 - Sist endret 9. mars 2017 09:59